Wie fotografiert Ihr Eure Fische?

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      Hallo Lothar,
      analog habe ich Fische meistens mit Teleobjektiv und Zwischenringen am Aquarium geknipst. Der Vorteil war, dass ich durchaus Format füllende Aufnahmen und Portraits aus einiger Entfernung hinbekommen habe ohne die Fische aufzuregen. In der Regel arbeite ich ohne Blitz, da die Bilder eher "flau" wirken. Bei ungeblitzten Bildern gelingen die besten Aufnahmen, wenn der Raum abgedunkelt ist und nichts auf der Scheibe spiegelt. Probleme habe ich bei der Wiedergabe von Fluoreszenz Aufnahmen mit der Digitalkamera. Da spiele ich dann an den Reglern im Bildbearbeitungsprogramm; dennoch ist die Wiedergabe gegenüber der natürlichen Betrachtung sehr schwierig zu reproduzieren.
      Fische in der Bewegung ist noch schwieriger hinzubekommen. Störend wirken auch Aufwirbelungen, feinste Luftblasen sowie kleinste Verunreinigungen auf der Scheibe des Aquariums. In Szene setzen, das dauert einige Zeit und ist mit einem Schuss aus der Hüfte nicht zu machen - jedenfalls bei mir ist das so. Wenn ich das Stativ aufbaue, dann wissen die Tiere "Bescheid" und gehen längere Zeit in Tauchstation...
      Ein Fotobecken habe ich auch schon benutzt, meistens auf Exkursionen. Aber da sind Fische in der Regel blass und scheu und zeigen nicht ihre natürliche Farben. Hervorragend ist dagegen der Bewuchs und niedere Tiere darzustellen, zumal reichlich Naturlicht zur Verfügung steht.
      LG Dietmar
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      Hallo Armin,
      die besten Bilder sind die, wenn man keine Scheibe davor hat. Entweder der Blick von oben in das offene Aquarium oder durch eine Weißglasscheibe falls das Aquarium damit gebaut ist. Seitliche Fotografie bringt die Farben auch nie so richtig zur Geltung. Das beste Licht ist meiner Meinung Tageslicht, das macht einen erheblichen Unterschied. Wenn dann Sonnenlicht die Tiere trifft...
      Aber auch Speziallicht kann durchaus Dinge zeigen, die das menschliche Auge nie so sehen würde. Zum Beispiel UV Licht, da das menschliche Auge solche Wellenlängen nicht erkennen kann. Fische können das sehr wohl und dann macht eine Pigmentierung der Epidermis einen ganz anderen Sinn als mit unserer Wahrnehmung. Ich werde mal einen Vergleich raussuchen, damit man sehen kann was ich meine. Muss meine Bilder nur noch finden, denn die sind ein wenig älter und ich habe die nur noch in einem Vortrag eingebunden. Ich werde mein bestes geben um sie zur Verfügung zu stellen.
      LG Dietmar
      PS. ich sehe gerade, pdf Dateien sind zulässig. Dann wird es gehen. Bis gleich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dietmar ()

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      Hallo Bernd,
      ja das ist leider so. Im Tierpark, das große Seewasseraquarium in der Cafeteria, hat einen Mix aus Sonnenlicht und Kunstlicht.
      @all,
      der Dateianhang ist ein Ausschnitt von einem Pflegebericht aus dem Jahr 2005. Da habe ich mich mit einer speziellen Tiergruppe beschäftigt. Sie zeigen Aufnahmen aus meinem Aquarium und den Vergleich, was Menschen und Tiere zu sehen bekommen.
      Die Schwarz-weiß Aufnahme habe ich mir von Sara Östlund-Nilsson, Universität Oslo geklaut.
      LG Dietmar
      Dateien
      • UV Aufnahmen.pdf

        (3,87 MB, 7 mal heruntergeladen, zuletzt: )
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      ..erstmal Danke für alle Antworten,

      es stimmt, tagsüber gibt es Probleme mit Spiegelungen, das habe ich auch festgestellt.
      Viel Licht durch die Fenster, gegenüber dem AQ eine Tür mit Glas, da wird kein Foto.
      Abends, nur mit AQ-Beleuchtung sind die Chancen am größten.
      Gestern mit Blitz (nach Bernd) gemachte Aufnahmen sind nicht übel geraten, muß ich noch mal in Ruhe anschauen und
      bearbeiten.
      Etwas mehr Licht von oben könnte sicher helfen, aber ich hatte bisher Skrupel, die armen Vallisnerien so radikal zu kappen... :thinking: ,
      wo ich mich grad so freu, das alles wächst.... evilgrin

      Gruß
      Lothar
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      Bei meinen neuen Aquarium muss ich beim fotografieren mit erheblichen Schwierigkeiten rechnen. Da gibt es eine stark gekrümmte Frontscheibe. Das hat beim Betrachten Vorteile aber nicht beim fotografieren. Hier muss ich die Kameraeinstellungen alle per Hand vornehmen, eine Automatik versagt. Oder sie wird stark verlangsamt. Vielleicht sollte man doch in eine Spiegelreflex investieren? Alles nicht so einfach...
      LG Dietmar
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      Bei vielen meiner Bilder in der Galerie siehst man die Einstellungen und das Kameramodell.
      Ich arbeite bisher immer ohne Blitz.
      Probeaufnahmen mit einer LED-Lampe von Außen schräg zur Scheibe waren auch gut.
      Saubere Scheiben UND keine Raumbeleuchtung (Fenster abdunkeln) sind sehr hilfreich.

      Bei gebogenen Scheiben (Vision 260) habe ich mit meiner Fuji HS50 EXR und einer etwas älteren Fuji 9600 keine Probleme. Wobei die HS50 EXR durch den EXR-Modus einges rausreisst wenn starke Helligkeitsunterschiede auftreten.

      Vergleiche mit 2 guten Spiegelreflexkameras brachten keine Vorteile.
      Viele Grüße
      Stefan
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      Hallo Stefan,
      mit einer Spiegelreflex hatte ich mir mehr erhofft. Probeaufnahmen ja, das muss sein. Und viel Geduld. Eine meiner Grundeln hatte ich fast sechs Wochen anvisiert um sie mit aufgestellter Rückenflosse abzubilden. Das war schwierig, weil das immer nur wenige Millisekunden lang möglich ist. Und dann muss Licht und der Moment des "Stillhalten bitte" genau passen. Leider war mir ein Blick von vorn bis jetzt noch nicht gelungen.
      LG Dietmar
      Dateien
      • Grundel_1.JPG

        (183,81 kB, 2 mal heruntergeladen, zuletzt: )