Xiphophorus variatus in freier Natur

    • Hallo
      Rainer

      der XIPHOPHORUS Variatus LA LAGUNA ist nicht so einfach in der
      Haltung.. in einem verkrautetem 80,Becken ist zum Beispiel
      nur ein Herr mit Harem möglich..
      männlicher Nachwuchs kommt mit unterdrückter Farbe über
      die Runden...
      Nachwuchs stellen sie nicht nach,aber Sie sind auch nicht
      vermehrungsfreudig, nur kleine Würfe....

      überhaupt sollten seltene Wildarten nur für sich in einem

      Becken gehalten werden,sonst kriegen wir nie eine
      Artenerhaltung hin....

      (leider kann man nur bis 1mb Photos hier einstellen)

      Grüße
      wolf

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    • findus schrieb:

      Hallo
      Rainer

      der XIPHOPHORUS Variatus LA LAGUNA ist nicht so einfach in der
      Haltung.. in einem verkrautetem 80,Becken ist zum Beispiel
      nur ein Herr mit Harem möglich..
      männlicher Nachwuchs kommt mit unterdrückter Farbe über
      die Runden...
      Nachwuchs stellen sie nicht nach,aber Sie sind auch nicht
      vermehrungsfreudig, nur kleine Würfe....

      überhaupt sollten seltene Wildarten nur für sich in einem

      Becken gehalten werden,sonst kriegen wir nie eine
      Artenerhaltung hin....





      Hallo Findus,


      in einem muss ich dir recht geben, der XIPHOPHORUS Variatus LA LAGUNA ist nicht einfach zu züchten.
      Ich halte meine Gruppe in einem 200 Liter Becken, aber nichte alleine, wie du das beschrieben hast.
      Es ist nicht immer notwendig Wildformen alleine zu halten, natürlich sollte streng darauf geachtet werden,
      dass sich keine Hybriden mit anderen Typuslokalitäten oder anderen Xiphophorus Arten bilden können.


      In meinem Becken schwimmen mit den La Lagunas noch Guppys , die zwei Aufgaben in dem Becken erfüllen sollen.
      Zum Einen sollen sie die etwas scheueren Platys nach vorne locken und für eine quasi lockere Stimmung in dem Becken sorgen. Zum Anderen sind die viel fruchtbarer als die Platys und sollen diese an die ständige Anwesenheit von Jungfischen gewöhnen, das die sehr kleinen Platys eine größere Chance haben zu überleben. Das funktioniert auch beides mittlerweile sehr gut.


      Die Zucht ist wirklich schwieriger und ich habe viel herum experimentiert. Macht man Jagd auf die hoch trächtigen Weibchen , kann es vorkommen dass diese verwerfen. Zwei mal habe ich es geschafft vorsichtig zwei hochträchtige Weibchen heraus zu fangen und ein Ablaichkasten zu setzen. Beides mal sind diese nach ein paar Tagen verendet. Ich habe gelernt das es das beste ist nichts zu machen, die Weibchen bleiben in dem Becken bekommen dort ihre Jungen und der Stamm wächst und wächst.


      Ich habe bestimmt 8-10 ausgewachsene Männchen in dem Becken und eine Gruppe von halbwüchsigen männlichen Jungfischen und ich nehme nur die Jungmännchen raus, die schon sehr früh und relativ klein sich ausfärben, denn die wachsen dann nicht mehr weiter und das möchte ich nicht.


      Dass die La Laguna´s ihrem Nachwuchs nicht nachstellen kann ich nicht bestätigen, ich glaube sehr wohl das sie ihm nachstellen , aber es kommen bei mir durch ausreichend Versteckmöglichkeiten im Moment ausreichend Jungfische durch, so das mein Stamm wächst. Wichtig ist eine dichte Bodenbepflanzung und viele Verstecke am Grund, denn dort halten sich die ganz kleinen nach meinen Beobachtungen überwiegend auf.


      Es sind schon anspruchsvolle Fische aber es lohnt sich, denn die Färbung der Männchen ist einfach Hammer. Jeder sieht anders aus und diese Mischung aus Rot und Schwarz ist schön und lohnt die ganze Mühe.


      Viele Grüße aus dem schönen Münsterland
      Volker
    • Hallo Wolf,

      ich habe junge Männchen, die bleiben kleiner und sind schon relativ früh geschlechtsreif und färben sich dann auch schon rot aus. Die anderen sind erst geschlechtsreif wenn sie größer sind sind und auch dann färben sie sich aus indem sie große schwarze Flecken bekommen und einen roten Schwanz ausfärben.

      Ich habe erst ein Weibchen kontrolliert zum abwerfen gebracht, und die hatte dann 25 Jungfische. So groß und dick wie die
      Weibchen kurz vorm werfen sind, glaube ich auch das es in der Regel mehr sind als 6 Junge. Da sind dann bestimmt 20 - 35 Jungfische drin.
      Kranke, verkrüppelte Fische oder welche mit krummen Rücken sind bei mir eher die ausnahme, bislang ist der Stamm völlig gesund.

      Volker
    • Hallo Wolf,
      es ist noch gar nicht so lange her, da hatte auch mal den "La Laguna"-Stamm. Bei meinen Tieren traten sogar bei beiden Geschlechtern viele mit Verkrümmungen auf. Meine Tiere hielt ich im 160er Aquarium. Nachdem der Anteil verkrümmter Tiere auch in der 2. Generation nicht weniger wurde, habe ich diesen Stamm nicht mehr weitergezogen und wollte auch keine "La Laguna" mehr haben.
      @Volker, in deinem Stamm sind auch solche verkrümmten Tiere aufgetreten, bei beiden Geschlechtern?
      Beste Grüße
      Detlev
    • Hallo Detlev,

      ich habe den Stamm erst seit 18 Monaten und in dieser Zeit habe ich vielleicht 2 Tiere aussortiert, eins an das ich
      mich erinnere war ein Bauchrutscher , der irgendwie in dem Becken überleben konnte und den ich erst raus fangen konnte
      als er schon 3-4 cm groß war und ein Weibchen hatte ein seitlich krummen Rücken.
      Sonst habe ich keine Verkrümmungen beobachten können.

      Viele Grüße
      Volker
    • Hallo Detlev

      Mein Stamm sind die Wildfänge,
      mit dem tiefen roten Schwanz.
      Ich habe das Wasser jetzt noch etwas aufgehärtet,
      seitdem ist keine Verkrümmung mehr aufgetreten.

      es kursiert auch noch ein Stamm der über Glaser gehandelt wurde,
      dieser ist weniger farbig (rot)EHER EIN HELLES ROT:

      Den "Glaser Stamm " hatte ich auch, aber vor einem Jahr weitergegeben.

      Gruß
      wolf
    • Hallo Ihr beiden,

      ich habe die Beobachtung gemacht, das die Tiere mit wachsendem Alter immer intensiver gefärbt werden, der schwarze Anteil wird immer mehr. Wenn die Tiere geboren werden und in den ersten ca 8 Wochen sind sie einfach nur hell grau und dann gehts langsam los. Tiere beiderlei Geschlechts bekommen am ganzen Körper kleine schwarze Punkte die dann immer mehr wachsen und schließlich den ganzen Körper bedecken. Bei den Männchen geht dann gleichzeitig das rote Einfärben der Schanzflosse los, die sich aber bei manchen Tiere auch über die ganze hintere Körperhälfte erstrecken kann. Jedes Tier sieht anders aus.

      Ich glaube bei Glaser haben wir einfach jüngere Tiere gesehen. Habt ihr ähnliche Beobachtungen gemacht?

      Volker