Xiphophorus variatus in freier Natur

    • Hallo Wolf,

      das erstaunt mich aber nun doch. Macht die Sache auch nicht leichter, dann scheint es zwei unterschiedliche Typen zu geben.
      Mir waren die , die Glaser gezeigt hat aber ehrlich zu blass und ich bin froh intensiver gefärbte Tiere zu haben.
      Vielleicht erklärt das auch einen Teil der beschriebenen Unterschiede, das Ausmaß der Verkrümmungen , Wurfgrößen etc.

      Viele Grüße
      Volker
    • Hallo Leute,

      das Hauptproblem von Wildfangnachzuchten ist die genetische Verarmung. Oftmals wird mit einer "handvoll" Tieren die Zucht aufgebaut. Daher ist es m.E. wichtig Schwarmzucht zu betreiben und nur die kleinen Männchen und deformierte Tiere zu entfernen.

      Ich halte meine "La Laguna" in zwei getrennten Gruppen. Eine Gruppe kommt jedes Frühjahr ins Sommerquartier. Die andere verbleibt im Aquarium. Beide Gruppen sind gleichermaßen gefärbt.

      Das Hauptproblem bei den "La Laguna" ist ihre Empfindlichkeit für bakterille Belastungen des Aqurariumwassers. Anfänglich hatte ich auch hin und wieder Last mit Ektoparasiten. Nach dem Zuschalten eines starken UV-Klärers besteht nun dieses Problem nicht mehr.

      Meine "La Laguna" vermehren sich recht gut. Ich vermute ebenfalls das große Weibchen Würfe von weit mehr als 20 Jungtiere bringen. Sind genügend Versteckplätze vorhanden, dann kommen viele Jungtiere durch.

      Die dominaten großen Männchen färben sich erst recht spät. Sie sehen anfänglich aus wie Weibchen. Sie bekommen zunächst eine stark rot gefärbte Kaudale. Die Dorsale ist erst lichtgelb und wird später leuchtend gelb mit schwarzen Flossenrändern. Diese Männchen bekommen oftmals auch einen "Blauschimmer" auf ihren Flanken.

      Die kleinen Früh-Männchen färben sich sehr früh und färben sich ofmals von der Kaudale bis zur Dorsale rot. Die dienen wahrscheinlich in der Natur nach Katastrophen zum schnellen Aufbau einer neuen Population. Sie sollten bei der Zucht aussortiert werden.

      Die Männchen als auch Weibchen bekommen zeitlebens immer mehr scharze Punkte. Alte Weibchen wirken dann auf den ersten Blick dunkelbraun. Die rote Flanken-Färbung kann im Alter die Punktierung überlagern.

      Meine Zuchtgruppen kann ich zurück verfolgen bis zur Sammlung, sie sind erbrein.

      Viele Grüße aus Moers am Niederrhein
      Ralf
      Nur die Harten kommen in den Garten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Shadow ()

    • Hallo Zusammen,

      auch ich pflegte eine Gruppe von La Laguna die ich von Shadow erhalten habe.

      Über empfindlichkeit was das Wasser bzw. Bakterien angeht kann ich mich nicht beschweren, da keine probleme aufgetaucht sind.

      Was die Nachzucht angeht habe ich die gleichen Erfahrungen wie Volker gemacht. Bei mir waren die Tiere so verfressen das sie sogar meinen Neocaridina Stamm, der mit ihnen vergesellschaftet war, bis auf wenige Exemplare ausgerottet haben.

      Das Aquarium (120 Liter) ist gut verkrautet und strukturiert und trotz alledem habe ich in 15 Monaten nur ca. 20 Jungfische rausfangen können. bei ca. 15 Weibchen im Aquarium.
      Auch ein versuch mit einer weitaus kleineren Gruppe scheiterte.

      Das Phänomen ist das Guppy Nachwuchs durchgekommen ist , und da sogar Blonde Fischchen.
      Gruß aus dem schönen Münsterland,
      Robin
    • Hallo Robin,

      ich werde demnächst Volker besuchen, wenn Du möchtest, dann bringe ich Dir noch ein paar "La Laguna" zur Stützung deiner Zuchtgruppe mit. Bei mir bestehen die beiden Zuchtgruppen jeweils aus mindestens 10 Männchen unterschiedlichem Alter und 30 Weibchen. Da bleibt genug Nachwuchs übrig. Ich fange grundsätzlich keine Jungtiere heraus und der Bestand vergrößert sich stets. - Survival of the fittest -

      Vielleicht können wir auch im nächsten Sommer einen Ringtausch machen.

      Viele Grüße aus Moers am Niederrhein
      Ralf
      Nur die Harten kommen in den Garten.
    • Hallo Wolf,

      natürlich ist es möglich Interessierte an einen Tisch zu bekommen. Die Vereinstreffen sind doch die beste Möglichkeit dazu.
      Letztes Wochenende war doch VDA Treffen in Berlin, da saßen ganz viele
      Interessierte an mehreren Tischen und haben gequatscht, getauscht, diskutiert und stundenlang gefachsimpelt.
      Es gibt doch schon mehrere Gruppen die sich um spezielle Arten kümmern.
      Die Halbschnäbler-Gruppe ist doch ein gutes Beispiel. Genau so gibt es kleinere Gruppen die sich um Goodeiden kümmern und gerade ist eine Gruppe im Aufbau und in Planung, die sich um bedrohte Platys kümmert. Da tut sich eine Menge.

      Das Problem ist nicht genug Interessierte zu finden, das Problem ist diese dann auch bei der Stange zu halten, denn wenn es Sinn machen soll, dann muss man eine Art auch über einen langen Zeitraum halten. Viele Halter sind dann aber eher sprunghaft und geben dann wieder auf und suchen sich neue Arten und damit ist einer "Art-Erhaltungs-Gruppe" nicht gedient.
      Wenn man eine "Patenschaft" über eine Art übernimmt, dann geht man eine Verpflichtung ein und sollte auch diese Art dann lange halten und beobachten. Diese Arten sind in der Natur bedroht oder schon verschwunden und wenn wir diese Arten nicht mehr halten dann ist sie unwiderruflich verschwunden.

      Viele Grüße aus dem Münsterland
      Volker