Cryptocorynen im Aquarium + Cryptocorynenfäule

  • Hm. Habsch gestern dann ja auch gemacht. Geplant war es eh...


    Öfters wie alle 5..6 Wochen mach ich keinen Wasserwechsel...

    Das Becken ist 2 Meter lang, etwas über einen halben Meter breit und 33 cm hoch. Und es hat eine starke Strömung, wo ständig Luft reingesogen wird, und einen guten Filter.

    Da wird das Wasser nicht so schnell 'alt'.


    Deshalb... :)


    Lg

    manu

  • Mach mal bitte ein Bild von der Knospe, wo die Stile anfangen.

    Ich hab bei meinen älteren Pflanzen gesehen, dass die Knospe deutlich über dem Boden liegt und darunter sich ein eher dunkler festerer Rizomstamm bildet, der mit der Zeit und den neuen Blättern immer größer wird. Die Knospe wandert spzusagen mit dem Wachstum der Pflanze nach oben.

    Vielleicht hast du sie auch zu tief drin oder scharfkantige Steine an der Knospe.

    Wenn sich die Blätter auflösen seh ich gleichzeitig unten an der Knospe meist auch schon Veränderungen. Fast man da drüber, hat man meist so ein leicht schleimiges Gefühl. Kann auch durchaus sein, dass das Problem da unten liegt und die Auswirkungen aber am Blatt zu sehen sind.

    Bei mir scheinen die L333 beim fusseln nach Futter zwischen den Trieben immer auch kleinere Verletzungen an dieser Knospe zu verurasachen.

  • Hey...


    Ich versteh bloß nicht, warum die Cryptos erst richtig gut wachsen, und dann nen Knick kriegen...!

    Die Echis von Heiko, nun kann ichs ja sagen, haben hingegen wochenlang gemickert. Und jetzt fangen sie an zu wachsen, treiben die ersten Blätter...


    Also...

    Hab grad mal die Tiefe des Bodengrundes gemessen, wo die ,ja stimmt, C. Crispatula, drinnen stehen.

    Zu tief sind sie nicht. Im Gegenteil. Ich glaube, der Knackpunkt ist der, dass die zu flach stehen! Dort an der Stelle sind es nicht mal 2 cm Sand! Darüber kleine grobe Steine.

    Das wird anfangs zusammen mit dem Wurzelwachstum kein Problem gewesen sein. Nun aber fehlt vielleicht die Wuchstiefe für die Wurzeln. Aber warum da gleich so ne Blattfäule, und nicht einfach nur ein mickriges Wachstum, ist mir ein Rätsel...

    Der Wasserkelch hingegen hat 5 cm Sand unter den Füßen. Und scheint sich gefangen zu haben! Ich hab zumindest heute nix anderes als gestern sehen können! Und das sind viel viel mehr Pflanzen und entsprechend mehr Blätter...

    Vielleicht isses wirklich gestoppt, zumindest bei diesen Cryptos.

    Bei der Craspatula geht es weiter...


    Wenn der Lehm gut ist, dann hol ich die 7 Kugeln auch wieder. Hab die früher kurzzeitig ja auch für die Schwertpflanzen genommen...!


    Lg

    manu


    Im Anschluß die Bilder. Sind jeweils eine Pflanze...

  • Das mein ich Manu.

    Auf dem letzten Bild sieht man ganz unten nen weißen Fleck. Dort wird vielleicht der Stengel durch die scharfen Steine auch eine kleine Verletzung bekommen haben, wenn ich das richtig sehe. An der Stelle ist er noch sehr verletztlich. Das Rhizom kommt eher weiter unten.

    Ich kanns dir gerade selbst nicht fotographieren, da ich in München bin.

    Ich meinte, dass die Pflanze bei dem Bidengrund aus meiner Sicht zu tief im Boden steckt. Nimm sie bissel höher.


    2cm Bodengrund ist natürlich wirklich bissel wenig. Da würd ich auch höher gehen. Oder du packst sie in einen kleinen Tontopf sieht sicher in dem gut strukturierten Becken garnicht schlecht aus. Grundsätzlich mag sie ja eher sandigen mineralischen Boden und weiches Wasser. Ich hatte die Pflanze ursprünglich mal in ein älters Becken gepflanzt. Der Boden war schon sehr vermulmt und ehemals vor 2-3 Jahren mit Bodendüngesubtrat angelegt.

    Dort ist die Pflanze sofort super gewachsen und hat sich schnell vermehrt. Desshalb hat ich auch soviel über.

    In dem beuen Becken mit gereinigtem frischen Kies ohne Substrat hat ich schnell das gleiche Problem. Daher jetzt die Lehmkugeln.

    Und ich muss sagen, sie erholt sich stetig.


    Bei der Cryptofäule gibts ja verschiedene Therorien. Bakterien, plötzliche Änderungen der Wasserqualität, die die Zellwand schädigen sollen.

    Bei dieser Pflanze ist mir jedoch auch besonders aufgefalken, dass kleinste verletzungen am weichen Blattstiel schnell zur Auflösung des Blattes führen können.


    Grüße Heiko

  • 40-L-Update:


    Liebe Aquarein-Freunde, hier mal ein Update zu meinen Cryptocorynen im 40-L-Becken.


    Noch bevor ich dieses Thema im Forum aufgemacht habe, hatte ich mich auch mit einem Mitarbeiter in einem Zoofachmarkt (Babelsberg, Weberpark) über meine Pflanzen unterhalten. Wie man das halt so macht, wenn man Katzenfutter kauft und dann an den Aquarien hängen bleibt. Man kommt ins Schwatzen...

    Der Mitarbeiter war im nachhinein echt so nett und hat mir von seinem privaten Aquarium zwei größere Ableger von seinen längeren Cryptocorynen zum "Testen" mitgebracht. Ich war echt erstaunt und sehr erfreut. Ja, so etwas gibt es tatsächlich noch, DANKE!

    Es war zwar nicht geplant, neue Pflanzen ins 40-L-Becken einzubauen, aber es hat gerade noch gepasst (hab zwei umgepflanzt, ich hoffe das geht gut).

    Hier ein aktuelles Foto vom 40-L-Becken, die neuen Pflanzen (im Hntergrund) sind nun 2 Wochen im Becken. Ich hoffe die neuen Cryptocorynen bleiben auch in Zukunft in etwa so groß, wie aktuell zu sehen. Sie haben bisher einzelne Blätter abgeworfen, aber ansonsten scheinen sie sich gut einzugewöhnen. Ich werde sehen und es dann berichten...


    Viele Grüße, Ralf

  • Hallo Ralf , wenn man Steine um den Wurzelbereich , direkt auf das Pflanzsubstrat legt , Dann neigt der Boden an diesen Stellen zum stocken , weil dort kein oder nur wenig Austausch stattfinden kann .

    Mein persönliches Rezept für frische Pflanzen ist . Die Wurzeln der Setzlinge bis auf 2 cm abschneiden , weil umgebogene Würzeln , mögen diese noch so gesund aussehen , fast immer faulen . Ich mache mir aus Gärtnerdraht (Aluminium mit Kunststoff überzogen) U - förmige Bügel , mit diesen klammere ich die Planzen im Boden fest . Diese Bügel werden über die unteren Blattachseln geschoben und in den Boden gedrückt . Die nur aufgesetzte Pflanze wird sich von dort sebst einwurzeln . Das mache ich seit Jahren so und bin mit dem Resultat immer zufrieden gewesen . Allerdings muss man die Pflanzen über Wochen in Ruhe lassen . Ich glaube auch dass die Pflanzen durch das abschneiden der Wurzeln einen starken Impuls für eine neue Wurzelbildung bekommen .

    Grüsse Armin

  • Hallo Armin, das mit den Wurzeln abschneiden mache ich beim Einpflanzen oder Umsetzen auch.

    Aber das mit dem Bügel kannte ich so noch nicht. Kling aber gut, muss ich mal ausprobieren.

    Ja, das Anwurzeln ist immer die kritische Phase, besonders in den ersten Wochen. Wie oft habe ich beim Wasserwechsel die Pflanzen wieder versehentlich rausgezogen. Hilft da der Bügel?


    Viele Grüße, Ralf

  • Hallo Ralf , der Bügel hilft nur um die Pflanze am Ort zu fixieren und um den Auftrieb zu verhindern . Für den Wasserwechsel würde ich Dir viele kleine Wechsel empfehlen und dies häufig . Das hat den Vorteil dass die Wasserqualität keine größeren Änderungen erfährt . Bei Deinem 40 Liter Aquarium , würde ich 2 X 4 Liter pro Woche von oben mit einem küchenüblichen Messbecher entnehmen . Wenn man dies mit entsprechender Vorsicht macht , sollten alle Pflanzen vor Ort bleiben . Narürlich ist es besser am Boden abzusaugen ,wenn dann alles einmal fest verwurzelt ist , kannst Du immer noch auf die Schlauchmethode umsteigen .

    Grüsse und viel Erfolg Armin

  • Hallo Ralf,

    da ich gerade mein 460er umgestaltet habe, könnte ich dir noch junge Crypto's abgeben. Will nix dafür haben. Musst du wissen und entscheiden, ob ja oder nein.


    Gruß

    Martin

    Gruß Martin
    Als ich ein junger Mann war, merkte ich, das von zehn Dingen, die ich tat, neun fehlschlugen. Ich wollte kein Versager sein und arbeitete zehnmal so viel.
    (George Bernard Shaw (1856-1950), irischer Schriftsteller)