Quintana atrizona - ein Fisch für Nanoaquarien; Aquaristik Fachmagazin Nr. 207

    • Quintana atrizona - ein Fisch für Nanoaquarien; Aquaristik Fachmagazin Nr. 207

      Hallo,

      im aktuellen Heft der o.g. Zeitschrift ist ein Artikel über Quintana trizona erschienen. Auf 4 Seiten mit 6 Fotos wird eine umfassende Darstellung über die Art gegeben. Verfasser ist Norbert Dokoupil, erwähnenswert ist auch das umfangreiche Literaturverzeichnis!

      Gruß

      Erich
    • Hallo

      An und für sich genügsame Flossen,
      um sie zu erhalten sollte die Unterkunft am boden aus
      sehr groben Kies(zb.Weserkies) und viel Moos bestehen,damit sich der
      winzige Nachwuchs nach dem Wurf verstecken kann.
      Die Elterntiere sind Kannibalisch,....
      ansonsten sind sie nicht empfindlich ,recht Futtergenügsam..
      Aber Graue Mäuse,die interessant zu halten sind,
      und nicht scheu im Verhalten.
      Die in der Literatur beschriebenen Wurfzahlen kann ich nicht
      bestätigen,bei mir sind es mal 4 bis sechs.
      Super Flossen für Mini Becken.
      sehr selten zu finden...

      Grüße
      wolf
    • Der Rainer ist ein feiner!

      Danke!

      Alles spätere per PN, und einer der hier mitwirkt, hat in der AT 10/1983 einen sehr schönen Beitrag veröffentlicht!

      Gruß

      Erich
      Dateien
    • Hallo Allerseits,
      zu diesen Fischen kann ich eine wunderschöne Geschichte erzählen.
      Ich hatte sie schon mehrmals und einmal auch zu DDR- Zeiten.
      Wie es kam weiß ich nicht mehr so genau jedenfalls hatte ich noch ein Paar und das Männchen war plötzlich tot. Nun hatte ich noch ein zweites Männchen und das setzte ich dazu, es lebte auch nicht mehr lang. Beim dritten Männchen schaute ich genauer hin und stellte fest das das Weibchen das Männchen jagte bis es tot war.
      Nun war das Weibchen tragend und warf Junge. Ich zog sie auf und bei ihnen war es das gleiche die Weibchen gingen auf die Männchen los bis sie alle waren. Mir blieb nichts anderes übrig als den Stamm vollständig zu vernichten. Anderen Fischen taten die Weibchen nichts nur ihren eigenen Männern. Ich habe so etwas nie wieder erlebt auch nicht bei einer anderen Fischart. Denn eigentlich ist Q. atrizona ein äußerst friedlicher Fisch. Was die Weibchen veranlasste ihre Männer zu killen weiß ich nicht.
      Es hat sich jedenfalls so zugetragen.
      Viele Grüße Horst
    • Hallo Horst,
      Du hast ein sehr interessantes Thema in dem Fred angesprochen.

      Warum kämpfen unsere Fische?

      Mir fällt dazu ein ähnlich geartetes Thema ein, was vor einigen Jahren in unserer Fachgruppe diskutiert wurde. Ein Weibchen hat alle Männchen tot gehetzt. Auch die immer wieder nachgesetzten Tiere erlitten das gleiche Schicksal. Auf diese Nöte hat die Biologin, Professor Ellen Thaler (den Meerwasserfritzen und den Ornithologen ist sie ein Begriff) mehrere Ansatzpunkte angeregt um das Problem anzugehen. Bitte störe Dich nicht an der anderen Gattung, meiner Meinung nach geht es um das Problem an sich. Ich erlaube mir zwei pdf anzuhängen: Die erste beschreibt das Problem, die zweite den Lösungsansatz. Einen etwas ausführlichen Artikel zu diesem Thema von Ellen habe ich auch noch und stelle ihn gern zur Verfügung. Leider sind die Scan etwas unglücklich ausgerichtet und etwas scrollen ist erforderlich.
      LG Dietmar

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von dietmar () aus folgendem Grund: Beitrag wurde verschoben, LG Dietmar

    • Hallo Dietmar,
      nun die Artikel sind nur eingeschränkt übertragbar, weil es sich um Anemonenfische handelt.
      Aber vor allem bei Lebendgebärenden, bei Salmlern und auch bei Ährenfischen habe ich Aggressivität unter Männchen beobachten können, die bis zum Tod eines der Tiere ging.
      Setzt man aber mehr als 4 Männchen ein, verteilt sich dies dann so, dass sie sich zwar anknurren, aber dabei bleibt es dann.
      Bei X. nigrensis gingen auch 2 Männchen, die imponierten zwar voreinander, aber weiter passierte nichts.
      Bei P. nigroventralis kann man soviel Männchen setzen wie man will,die kloppen sich immer.
      Mit der Größe des Beckens nimmt dies aber ab. Also es hat schon etwas mit der Art zu tun und der Beckengröße.
      Das Quintana- Weibchen war ein Einzelfall. Ich habe sowas weder bei dieser Art noch bei einer anderen Art erlebt.
      Viele Grüße Horst
    • Hallo Horst,
      ich bin bei einer Verallgemeinerung in der Tierhaltung und besonders bei der Zusammensetzung von Tieren sehr vorsichtig mit meinen Aussagen. Ein Beispiel wäre da die Haltung von Grundeln. Beim Händler schwimmen die im Verkaufsaquarium ohne sichtbare Aggressionen. Aber wehe man nimmt sich zwei "Paare" mit, und da spielt es keine Rolle wie groß das Aquarium daheim ist, gibt es Mord und Totschlag. Die Vergesellschaftung zu einem harmonischen Besatz ist ohne genaueste Kenntnisse der Bedürfnisse der Tiere in der Regel eher eine subjektive Einschätzung. Wobei es innerhalb einer Art durchaus Ausnahmen geben kann, wie in den Link genannten Tieren oder wie bei der von Dir genannten Art.
      Neben E. Thalers Aussagen kann man viele weitere Gründe nennen, warum manches funktioniert und manches nicht. Ich möchte da an K. Lorenz erinnern, was seine Aussagen zu Schwarmtiere betrifft. Die Populationszahl, die Zusammensetzung des Geschlechterverhältnisses und Altersgruppen sind wichtige Faktoren um Tiergruppen erfolgreich zu halten. Schaffen wir (oder wollen) es, die benötigten Haltungsbedingungen ausreichend zu planen? Unser Wissen wird sicher nicht ausreichen um alle Bedingungen so zu erfüllen.

      @all, hier werden für die Aquaristik wichtige Themen angesprochen. Ich wundere mich eigentlich über die geringe Resonanz. Bei den anderen gibts wohl keine Probleme?
      LG Dietmar