Schokomolly

    • @Wolf,
      der Bericht von Günter ist sehr interessant. Wer hatte wann diesen Ursprungsmollie aus Honduras? Erich Krapitz? Ich habe auch unsere alten Fischbestandslisten hervorgekramt. Wir hatten damals Poecilia orri in der DDR. Könnte es P. orri gewesen sein :?: Denn diese Art kommt in Honduras vor.
      Beste Grüße
      Detlev

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    • Hallo Allerseits,
      also wie von Detlev schon erwähnt ich habe die Tiere damals in einem Altenburger Zooladen gekauft, und zwar 4 Stück. Das war so Mitte der 80ziger Jahre.
      Bei diesem Stamm fiel die geringere Größe der Jungfische auf und das sie alle hellbraun geboren und dann dunkler wurden. Dies ist bei meinem jetzigen Stamm immer noch so nur das sie nicht einheitlich sind und es auch Tiere die ins bläuliche gehen gibt.
      Meinen jetzigen Stamm habe ich von einem Zoohändler aus Brandis bei dem sie aus Black- Mollys mit herausgefallen waren. Ich habe schon zweimal gelbe Mollys eingekreutzt daher die starke Gelbfärbung der Flossen. Aber auch nicht bei allen Tieren.
      Von Kai Arent aus Lübeck bekam ich voriges Jahr einen Stamm der eine andere Rückenflosse hatte.
      Diese war mehr eckig und etwas länger als bei meinen Tieren. Ich bin dabei beide Stämme zu einem zu machen da sie sich sonst nicht zu sehr unterscheiden.
      Die albinotische Form dürfte wohl auf eine hochflossige Art ( P.latipinna ? ) zurückgehen.
      Hieronimus hat sie mal auf einer Versteigerung als P.mexicana bezeichnet. Dem schließe ich mich evtl. und ganz ausnahmsweise an. Aber mit Fragezeichen.
      Was mich in dem Zusamenhang bewegt ist doch die traurige Geschichte von E.Krampitz, das habe ich noch nicht gewusst.
      Die Geschichte von Günter über die Herkunft ist für mich recht glaubhaft nur werden wir wohl nie erfahren um welchen Molly es sich bei dem aus Honduras handelt.
      Wir sollten es alles so nehmen wie es ist, es sind wunderschöne Tiere die auch voll lebensfähig sind.
      Es hat sich auch von Anfang an die Bezeichnung Schokomolly eingebürgert.
      Viele Grüße Horst
    • Danke Horst für Deine Anmerkung!

      Da scheint meine Annahme, dass der "Schokomolly" ursprünglich ein schwarzer Albinomolly sein sollte, zumindest, was die Erstvorkommen betrifft, nicht zu halten sein.
      Ich werde in den nächsten Tagen versuchen Erich u erreichen. Vielleicht hat er ja noch nähere Angaben.
      Gruß,
      Es gibt nix Gutes, außer man tut es.
      Rainer


      Mitglied bei DGLZ und VDA AK Lebendgebärende
    • Horst schrieb:

      Hallo Allerseits,
      also wie von Detlev schon erwähnt ich habe die Tiere damals in einem Altenburger Zooladen gekauft, und zwar 4 Stück. Das war so Mitte der 80ziger Jahre.


      Viele Grüße Horst
      Ich versuch das gerafe mal über unseren altenburger Verein Limnophila zu klären, ob da noch irgendwelches Wissen darüber ist, um wen es sich da ggf handeln könnte. Unsere Vereinsmitglieder sind teilweise doch etwas älter und dürften die 80iger bereits aktiv aquaristisch gestaltet haben. Die ersten Anfragen waren aber nur Schulterzucken. Vielleicht weiß Herr Staude etwas damit anzufangen. War wohl bis dieses Jahr noch das älteste bestehende Fachgeschäft in Altenburg. Leider hat er im Sommer auch schluss gemacht.
      Wenn sich was ergibt meld ich mich!

      Grüße Heiko
    • Guten Morgen,

      Claus Osche hat mir im Guppytreff den Artikel von Frank Schäfer (Aquarium Glaser) unter die Nase gehalten ^^ Schäfer beschreibt im lesenswerten Artikel auf dem Blog von , das Volk der "Mollienser" .

      Und auch dort ist ein toller "Schokomolly" abgebildet:



      Wenn das keine Schokolade ist :search:
      Gruß,
      Es gibt nix Gutes, außer man tut es.
      Rainer


      Mitglied bei DGLZ und VDA AK Lebendgebärende
    • Hallo Rainer

      der "tolle Schokomolly" hat mit dem Krampitz Tier soviel Ähnlichkeit , wie Schwarzbrot mit Torte...

      oh , wo wollen wir denn hin ---den Stamm möglichst braun erhalten, a la Vorgabe Krampitz
      ( kannst DU dort Albino Augen entdecken ? )
      Nicht über lange Zeit selektieren ,und auf Masse ziehen..(geht auch praktisch garnicht )
      Oder mit viel Mühe einen erbfesten Stamm bilden,
      und uns nicht an Asiatische Zuchten/ZÜCHTER orientieren ?

      Und wie schon im Bericht beschrieben ,im Teich in Massen zum Verkauf,
      Kommerz pur,(Verbrauchs Ware ,)
      Wenn ich da die Salz Zugabe lese...in der Menge. Dann würden meine alle auf RÜCKENLAGE gehen.

      Da hat sich der Fotograf von AQUALOG und Andere nicht so gut umgesehen ,was es wirklich so gibt...und gab.
      war eben schön einfach so...ohne sich tiefer zu Informieren. Man nehme das Händler Foto ,der Exporteure...

      Außerdem haben die Mandelaugen,dem tollen Tier auch mal einen Segelflosser einfließen lassen.
      Woher die Albino Augen kommen ,wird mir gewiß auch jemand erklären.

      Sowas in der Art haben einige auch bei "weißen Mollis" gemacht um eine hohe Rückenflosser zu erhalten.

      und seit wann sind Black Mollis mit einer gelben Hinterflosse in Ordnung?
      ein Black Molli ist von vorne bis hinten tiefschwarz,
      nicht so verhunzt,wie auf dem Foto..

      Grüße
      wolf

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    • Hallo Allerseits,
      die Altenburger Zoohandlung war die Zoohandlung Franke.
      R. Staude hat erst nach dem großen andersrum angefangen.
      Braune Mollys hat er auch verkauft, die waren meist von mir.
      Der Albinostamm der hier sehr oft gezeigt wird dürfte mit meinen Tieren nichts zu tun haben und läßt sich eindeutig auf eine hochflossige Form zurückführen. Es kann durchaus sei das beide Formen unabhängig voneinander entstanden sind.
      Ich halte es für relativ mühselig die Herkunft dieser Fische zu klären. Das gleiche Thema gab es vor einigen Jahren im Guppytreff und da kam auch nichts dabei raus.
      Ich gebe bei meinen Tieren immer als Basisart P.mexicana mit einem Fragezeichen an.
      Viele Grüße Horst
    • kurze Rückmeldungen

      Ich hab in unserem Verein mal nachgefragt.
      Tatsächlich war noch bekannt, dass es damals einen Stamm in Altenburg gab, der aktiv von einigen gezüchtet wurde.
      Nach Meinung der gereifteren Herren, wurde er ursprünglich durch eine Selektion von besonderen Jungtieren aus anderen Stämmen erzeugt.
      Also nach meinem Verständnis dann kein natürlicher Stamm.
      Leider reicht mein Fachwissen aber zu wenig aus, um dem anschließendem Fachgespräch hätte folgen zu können. Woher die Tiere tatsächlich kamen war aber nicht mehr bekannt. Das reichte von Dresden bis Gera.
      Leider gibt es in Altenburg aber wohl niemanden mehr, der bekannt wäre, diesen Stamm noch zu halten.

      Tut mir leid bei eurer Recherche nicht viel weiter helfen zu können. Altenburg ist also eher eine Sackgasse in eurem Thema.

      Viele Grüße Heiko!