Schokomolly

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      Hallo zusammen,
      P. sphenops als "Schokomollie" habe ich erstnals Mitte der 80er Jahre zu Gesicht bekommen und auch nachgezogen. Diese waren recht heikel in der Haltung. Auffällig waren damals auch die im Vergleich zu Black- und Libertymollies viel kleineren Jungfische. Sie maßen nur etwa 5-6 mm und sahen aus wie neugeborene blonde Guppys. Es muss sich also um einen anderen Stamm als die heutigen P. spenops "Schokomollies" gehandelt haben. Da haben wir ja die typischen schon recht großen neugeborenen Jungfische...
      Beste Grüße
      Detlev
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      hallo Rainer

      hier ist ,,,,,


      Günters Bericht

      Günter schrieb:

      Nach der Wiedervereinigung, wir (LAF)in Dresden.
      Dort gab es einen Herrn Krampitz. Der hielt als EINZIGER diese Tiere
      in ganz Europa.
      Sein Vermieter meldete Eigenbedarf für das Haus an und so musste
      ein 74 oder 76 jähriger aus dem Haus raus und seinen Fischkeller auflösen.
      ER bekam eine neue Wohnung, mit einem Gewächshaus und meinte,
      er dürfe im Gewächshaus weitermachen, was ihm aber sein neuer Vermieter
      untersagte.
      Seelisch todkrank,gab er das ganze Hobby Aquaristik auf !


      Wir versuchten zu retten was zu retten war und verteilten auch die
      Schokomollys.
      Die Farbe BRAUN entstammt einem Ursprungs-(Wild Molly) aus Honduras,
      der nie wieder gefangen wurde.
      Ich habe diesen Molly damals, um 1990,ein einziges mal gesehen.
      Natürlich wurde der Rest in einen bestehendem Zuchtstamm, wahrscheinlich Goldmolly, eingekreuzt - vermute ich.
      Das Ergebnis ist das, was wir haben.
      Leider gab ich auch hier OBEN damals Tiere ab, aber, weil sie so
      empfindlich(Halbwüchsige sterben), hat man BLACK MOLLY
      eingekreuzt, so ein Schei......
      Also ist dieser Stamm hin.
      Ich liebe nun mal den Ursprung bei Fischen.

      ES existiert auch noch ein Gold-Schecken Stamm (auch Krampitz)
      aber ich weiß nicht, wo in Dresden(NUR).


      19.04.2008 auf der DGLZ-Frühjahrstagung in Melle/OS kaufte ich das
      letzte Original Paar (ausgewachsen) und versuche damit
      recht und schlecht zu überleben und zu vermehren/verteilen.
      März 2010, es scheint mir gelungen!?

      Grüße
      wolf

      Könnte den Bericht der Zucht anhängen,,,

      Der entspricht voll meinen Erfahrungen....

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      Hallo Wolf,

      Erich Krampitz kenne ich natürlich und auch die Geschichte. 2008, könnte auch 2009 gewesen sein, bin da unsicher, habe ich die Verteilung der letzten Tiere in Bretnig miterlebt, das waren aber eben schon die frisch mit Gold verkreuzten.
      Unabhängig bleibt die Frage nach dem Namensschöpfer und die Zuchtform, die sich dahinter versteckt.
      Wir müssen aber wohl aktuell akzeptieren, was faktisch entstanden ist. Das sich der "Schokomolly" also in eine Albinoform und eine schwarzäugige Form unterscheiden, wobei die "betroffene" Art damit auch noch nicht festgeschrieben ist.
      Irgendwie möglichst gleichmäßig braun gefärbte Mollys sind mit Schoko gemeint. Am Ende zählt das, was uns und anderen gefällt.
      Und es ist nicht zu unterschätzen, was Leute wie Uwe leisten, dass solche attraktiven Zuchtformen nicht verschwinden!
      Gruß,
      Es gibt nix Gutes, außer man tut es.
      Rainer


      Mitglied bei DGLZ und VDA AK Lebendgebärende
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      Hier meine Ergebnisse der Suche nach braunen oder Schokomollys in meinen Büchern:

      Stallknecht - Tetra - Ausgabe S.137

      Bei Kempkes DATZ-Ulmer 1998, S. 62, wird das "farbige Zeichnungsmuster" braun beschrieben.

      Teichfischer S.101


      Hier ein Bild von Erich Krampitz, welches er 2010 im guppytreff-berlin gezeigt hatte:

      Gruß,
      Es gibt nix Gutes, außer man tut es.
      Rainer


      Mitglied bei DGLZ und VDA AK Lebendgebärende
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      @Rainer,
      in der AT habe ich zum Thema Schokomollies nichts gefunden, aber es gibt ja noch die Arbeitsmaterialien der damaligen ZAG Lebendgebärende Zahnkarpfen. In AM 4/88 wird über die Aquaristik-Ausstellung ( 30.4. bis 14.5.1988) der "Fachgruppe Wasserrose Dresden" berichtet. "Erstmalig gezeigt wurde der Farbschlag "braun" (Typ sphenops). " :!:
      Wer diese Fische damals ausstellte wird leider nicht erwähnt. Erich Krampitz war aber einer der 3 Ausstellungsbewerter...
      Beste Grüße
      Detlev

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      @Wolf,
      der Bericht von Günter ist sehr interessant. Wer hatte wann diesen Ursprungsmollie aus Honduras? Erich Krapitz? Ich habe auch unsere alten Fischbestandslisten hervorgekramt. Wir hatten damals Poecilia orri in der DDR. Könnte es P. orri gewesen sein :?: Denn diese Art kommt in Honduras vor.
      Beste Grüße
      Detlev

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von detlev ()

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      Hallo Allerseits,
      also wie von Detlev schon erwähnt ich habe die Tiere damals in einem Altenburger Zooladen gekauft, und zwar 4 Stück. Das war so Mitte der 80ziger Jahre.
      Bei diesem Stamm fiel die geringere Größe der Jungfische auf und das sie alle hellbraun geboren und dann dunkler wurden. Dies ist bei meinem jetzigen Stamm immer noch so nur das sie nicht einheitlich sind und es auch Tiere die ins bläuliche gehen gibt.
      Meinen jetzigen Stamm habe ich von einem Zoohändler aus Brandis bei dem sie aus Black- Mollys mit herausgefallen waren. Ich habe schon zweimal gelbe Mollys eingekreutzt daher die starke Gelbfärbung der Flossen. Aber auch nicht bei allen Tieren.
      Von Kai Arent aus Lübeck bekam ich voriges Jahr einen Stamm der eine andere Rückenflosse hatte.
      Diese war mehr eckig und etwas länger als bei meinen Tieren. Ich bin dabei beide Stämme zu einem zu machen da sie sich sonst nicht zu sehr unterscheiden.
      Die albinotische Form dürfte wohl auf eine hochflossige Art ( P.latipinna ? ) zurückgehen.
      Hieronimus hat sie mal auf einer Versteigerung als P.mexicana bezeichnet. Dem schließe ich mich evtl. und ganz ausnahmsweise an. Aber mit Fragezeichen.
      Was mich in dem Zusamenhang bewegt ist doch die traurige Geschichte von E.Krampitz, das habe ich noch nicht gewusst.
      Die Geschichte von Günter über die Herkunft ist für mich recht glaubhaft nur werden wir wohl nie erfahren um welchen Molly es sich bei dem aus Honduras handelt.
      Wir sollten es alles so nehmen wie es ist, es sind wunderschöne Tiere die auch voll lebensfähig sind.
      Es hat sich auch von Anfang an die Bezeichnung Schokomolly eingebürgert.
      Viele Grüße Horst
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      Danke Horst für Deine Anmerkung!

      Da scheint meine Annahme, dass der "Schokomolly" ursprünglich ein schwarzer Albinomolly sein sollte, zumindest, was die Erstvorkommen betrifft, nicht zu halten sein.
      Ich werde in den nächsten Tagen versuchen Erich u erreichen. Vielleicht hat er ja noch nähere Angaben.
      Gruß,
      Es gibt nix Gutes, außer man tut es.
      Rainer


      Mitglied bei DGLZ und VDA AK Lebendgebärende